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24-Std-Langzeit-EKG (Single oder simultan, inkl. 24-Std. RR-Messung)
Elektrolyte Laboruntersuchungen
Glucose im Plasma
Glucosetoleranztest oral
Lactat im Plasma
Blutkörper-Senkungsgeschwindigkeit
Blutgasanalyse und pH-Wert Messung
Urin-Untersuchungen
Harn-Untersuchung und Micraltest
Stuhlblut-Test
Klinisch-Psychologische Interventionen
Einführung in die Funktionsdiagnostik der Lunge
Die Lungenatmung ist die äußere Atmung des Organismus. Sie hat die Aufgabe Sauerstoff aufzunehmen und Kohlensäure abzugeben. Die äußere Atmung ist die Voraussetzung der inneren Atmung (Gewebsatmung). Die Lungenatmung besteht aus drei Partialfunktionen:
- Ventilation
- Diffusion
- Perfusion
In der Lungenfunktion unterscheidet man mehrere diagnostische Schritte.
Einfache Funktionsdiagnostik
- Spirometrie
- Blutgase in Ruhe
- Blutgase unter Belastung
Weiterführende Funktionsdiagnostik
- Bodyplethysmographie
- Helium-Verdünnungsmethode
- Compliance-Messung
- Kohlenmonoxid-Diffusonsmethode
Spirometrie
Die spirometrische Untersuchung der Lunge macht globale Aussagen zu Störungen der Ventilation.
Gerät: Bodyskop,Ganshorn-Medizin
Restriktive Ventilationsstörungen: Atelektase, Tumor, Pneumonie, Lungenstauung, Pleuritis, Lungenfibrose, Sarkoidose und andere Parenchymerkrankungen.
Obstruktive Ventilationsstörungen: Asthma bronchiale, Chron. Bronchitis, Emphysem mit Bronchitis, Hyperreaktives Bronchialsystem, Fremdkörperaspiration, Tracheastenose, inkomplette Tumorstenose.
Definition: Die Spirometrie erfaßt statische und dynamische Lungenvolumen.
Statische Volumina:
- AZV (Atem-Zug-Volumen), Luftmenge die bei jedem Atemzug ausgeatmet wird.
- IRV (Inspiratorisches Reservevolumen), Luftmenge die nach einem normalen Einatmen noch inspiriert werden kann.
- ERV (Expiratorisches Reservevolumen), Luftmenge die nach einer normalen Ausatmung noch expiriert werden kann.
- VC (Vitalkapazität), AZV + ERV + IRV, Luftmenge die nach größtmöglicher Ausatmung ohne Zeitbegrenzung maximal eingeatmet werden kann.
- TLC (Totale-Lungen-Kapazität), VC + RV, Luftmenge die sich bei größtmöglicher Einatmung in der Lunge befindet.
- RV (Residualvolumen), Luftmenge die nach maximaler Ausatmung in der Lunge verbleibt.
Dynamisches Lungenvolumen:
- FEV1 (Forciertes Expiratorisches Volumen) / (Einsekundenkapazität = Tiffeneautest), Luftmenge die nach tiefster Inspiration innerhalb einer Sekunde unter größter Anstrengung schnellsten ausgeatmet werden kann.
Kontraindikationen: Verständigungsprobleme (Schwerhörigkeit, mangelhafte deutsche Sprachkenntnisse)
Durchführung der Messung: Die Spirometrie erfordert die aktive Mitarbeit des Patienten. Vor der Untersuchung wird der Patient über den Untersuchungsablauf aufgeklärt. Die Untersuchung wird im Sitzen durchgeführt. Beim Einführen des Mundstückes ist auf festen Sitz der vollständigen Abdichtung zu achten. Gebißträger müssen zur Untersuchung ihre Zahnprotese tragen, da sonst Probleme mit dem Mundstück entstehen.
Nasenklammer anlegen! Wird dies vergessen sind alle Messwerte falsch!
Die einfache Spirometrie besteht aus der Messung der Vitalkapazität (VC) und des Tiffeneautestes (FEV1).
Nach einer kurzen Atemruhe wird zuerst die Vitalkapazität bestimmt. Nach tiefster Expiration atmet der Patient maximal ein. Die Vitalkapazität soll nur inspiratorisch gemessen werden (VC1). In kurzen Abständen registriert man 3 x den IVC-Wert. Ein optischer Vergleich der einzelnen VC zeigt die Mitarbeit des Patienten.
Dann wird die Einsekundenkapazität (FEV1) ermittelt. Nach größtmöglicher Inspiration atmet der Patient unter maximaler Anstrengung schnell und tief aus. Der Tiffenautest wird in kurzen Abständen 3 x durchgeführt. Die einzelnen Kurvenverläufe müssen vergleichbar sein.
Flußvolumenmessung: Atemstromstärke (Fluß l/s) die bei einem bestimmten ein- oder ausgeatmeten Volumen entsteht. Die Meßgrößen Fluß und Volumen lassen sich auf einem X/Y Schreiber oder einem Osziloskop aufzeichnen. Es resultiert das Flußvolumendiagramm.
Bestimmte Werte: FVC = maximaler Fluß zwischen 25/75% des FEVC (MFF 25/75%), die maximale Atemstromstärke bei 75%, 50%, 25% FVC. Die maximal erreichbare Atemstromstärke = Spitzenfluss oder Peak-Expiratorik-Flow (PEF).
Durchführung der Messung: Der Patient erhält eine Nasenklammer und nimmt das Mundstück des Messgerätes in den Mund. Er atmet maximal ein, dann beginnt die Registrierung mit einer forcierten, maximalen Ausatmung und der sofortigen, maximalen Einatmung. Die Messung ist damit beendet.
Kennzeichen für die Obstruktion ist besonders bei (50% und 25%) der Vitalkapazität der niedrige Fluß. Umgekehrt ist bei der Restriktion, der Fluß beim gleichen Volumenteil relativ hoch.
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Bronchospasmolysetest
Liegt eine Einschränkung der relativen Einsekundenkapazität vor (FEV1), so prüft man durch einen Bronchospasmolysetest, ob die obstruktive Ventilationsstörung reversibel ist.
Durchführung des Tests: Zehn Minuten nach Inhalation des Bronchospasmolytikum (2 Hub) wird erneut eine Spirometrie durchgeführt.
Korrekte Durchführung der Aerosolinhalation mit Bronchospasmolytika: Der Proband umschließt mit den Lippen das Aerosolgerät und atmet durch das Mundstück aus. Während der ersten Einatemphase wird bei senkrecht gehaltenem Aerosolbehälter (Mundstück nach unten) 1 Hub ausgelöst, der tief inhaliert werden soll. Danach soll der Atem solange wie möglich angehalten und dann langsam ausgeatmet werden. Das gleiche Manöver schließt sich unmittelbar noch einmal an.
Eine Vergrößerung der VC und eine Vergrößerung der relativen Einsekundenkapazität um mehr als 20% sprechen für einen positiven bronchospasmolytischen Effekt/partiell reversibel.
- Werden die Normalwerte erreicht, spricht man von einer vollständigen Reversibilität (Asthma und / oder asthmadoide Ventilationsstörung).
- Ist der Bronchospasmolysetest negativ, so handelt es sich mehr um eine organisch fixierte Ventilationsstörung im Sinne der exbronchialen Atemwegsobstruktion (Lungenemphysem, Pleuraerguß, Zwerchfellhochstand, Adipositas und anderes).
Personal: MTA, Arzthelferinnen
Supervision: Ärzte, Fachärzte
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Inhalativer Provokationstest
Gerät:
- Povojet, Ganshorn Medizin
- Bodyskop, Ganshorn Medizin
- Notfallkoffer
Indikation: Ausschluß oder Sicherung eines hyperreagiblen Bronchialsystems.
Durchführung des Tests: Zu Beginn werden zunächst Atemwegswiderstand und / oder der FEV1 gemessen. Danach läßt man dem Probanden zunächst Mal mit der Trägersubstanz (meist physiologische Kochsalzlösung) inhalieren. Danach tritt in der Regel keine Veränderung des Atemwegswiderstandes auf bzw. FEV1-Wertes ein.
Nun wird die Trägersubstanz (physiologische Kochsalzlösung) 1-2% Azetylcholin zugegeben. Dies kann in steigender Dosierung geschehen und dient schließlich und endlich als Nachweis eines überempfindlichen Bronchialsystems.
Beim Gesunden steigt der Atemwegswiderstand nach Inhalation dieser Substanz nicht an. Ein Anstieg um mehr als 20% sichert die Diagnose eines überempfindlichen Bronchialsystems.
Selbstverständlich kann auch mit bestimmten spezifischen Allergenen inhaliert werden. Hierbei sind jedoch bestimmte Vorsichtsmaßnahmen zu bedenken. Notfallkoffer mit Intubationsbesteck muss jederzeit bereit sein.
Personal: Arzt.
Supervision: Oberarzt, Facharzt
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Blutgasanalyse und pH-Wert Messung
Unter Blutgasen verstehen wir den chemisch gebundenen und physikalisch gelösten Sauerstoff, gebundenes und gelöstes Kohlendioxid und gelösten Stickstoff.
Für die klinischen Belange interessiert der Sauerstoffpartialdruck (PO2) und der Kohlenstoffpartialdruck (PaCO2) nur im arteriellen Blut.
Zur Bestimmung des gesamten Säurenbasenhaushaltes ist noch die Messung der Wasserstoffionkonzentration (pH) notwendig.
Erst die Blutgase geben letztlich über die Effektivität der Atmung Auskunft, nämlich ob die Arterialisierung (PaO2) genügend ist, gleichzeitig CO2 genügend abgeraucht wurde, oder ob der Zustand der Hyperventilation (PaCO2) zu niedrig, oder die Hyperventilation (PaCO2) zu hoch ist.
Gerät: AVL 990
Indikation:
- Ausschluß bzw. Sicherung einer respiratorischen Partialinsuffizienz.
- Ausschluß einer respiratorischen Globalinsuffizienz.
Kontraindiaktionen: Keine
Durchführung der Messung: Arterialisiertes Blut stammt aus hyperämisiertem Gewebe. Als Entnahme ist das Ohrläppchen am geeignetsten. Mit einem 1-2 cm großen Strang einer stark hyperämisierenden Salbe (Finalgon forte) wird das Ohrläppchen gut eingerieben, 10 min. gewartet bis das Ohr brennt. Der Proband darf nicht hingreifen und vor allem nichts in die Augen bringen.
Dann wird das Ohrläppchen mit einem Alkoholtupfer abgewischt und sofort mit einer sterilen Lanzette kräftig eingestochen; die Glaskapillare muß in den ausgequollenen Tropfen gehalten werden und saugt sich sodann selbst voll. Am Ohr soll nicht gedrückt werden. Diese Methode ergibt Werte, die dem arteriellen Blut gleichzusetzen sind.
Ausnahme: der Patient befindet sich im Schock mit Zentralisation.
Personal: MTA, Arzthelferin
Supervision: Ärzte, Fachärzte
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Blutgase unter Belastung
Jede Hypoxämie muß im Rahmen weiterer Lungenfunktionsgrößen (Spirometrie) und der klinischen Gesamtsituation betrachtet werden. Entstehen Zweifel in der Beurteilung so werden die Blutgase unter ergometrischer Belastung kontrolliert.
Indikationen: Abklärung der Hypoxämie
Kontraindikationen: Alle üblichen Kontraindikationen wie für das Belastungs-EKG
Geräte:
- 12-Kanal-EKG mit Monitorüberwachung
- Fahrradergometer mit automatischer Blutdruckmessung
- Notfallkoffer
- Defibrilator Hellige, Defiport SCP 912
- Komplett zur Durchführung der Blutgasanalyse
Durchführung der Messung:
- Der Patient muß über den Untersuchungsablauf aufgeklärt werden
- Blutdruckmanschette anlegen
- EKG Elektroden anlegen
- Einreiben eines Ohrläppchen mit Finalgon extra stark
- Patient sitzt 10 min. auf dem Ergometer, dann Abnahme der Ruhe-Blutgase
- Erneutes Einreiben des Ohrläppchens mit Finalgon
- Belastung unter Monitorkontrolle mind. 6 min. (stadey state), bei V. a. Anstrengungsasthma mind. 10 min. (Männer werden mit 2 Watt/kg Körpergewicht, Frauen mit 1,5 Watt/kg Körpergewicht) belastet
- Kurz vor Belastungsende Abnahme der Blutgase und dann Belastung beenden
Steigt der PO2-Wert unter Belastung an, so liegt eine intrapulmonale Gasverteilungsstörung vor.
Sinkt hingegen der PO2-Wert unter Belastung ab, so handelt es sich um eine Diffusionsstörung oder gestörte Lungenperfusion.
Personal: Arzt
Supervision: Ärzte und Fachärzte
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Pulsoyimetrie / Messung der Sauerstoffsättigung / Oximetrie
Grundlage der Messung ist das Phänomen, daß Licht verschiedene Wellenbereiche durch Hämoglobin (Hb) und Oxihämoglobin (HbO2) unterschiedlich absorbiert bzw. reflektiert.
Bei einer Wellenlänge von 506 Nanometer ist die Absorbtion von Hb und HbO2 identisch, so daß daraus der 100%-Wert und aus der Messung mit einer Wellenlänge von 598 nm HbO2 bestimmt wird.
Das Verhältniss vom Hb/HbO2 entspricht dann der Sauerstoffsättigung.
Gemessen wird durch Anlegen einer Lichtquelle eines Aufnehmers an möglichst gut durchstrahlbarem Gewebe (Fingerendglied oder Ohrläppchen). Das Gerät zeigt die Sättigung auf einem Display unmittelbar und fortlaufend an. Da das Blutangebot der Herztätigkeit folgend, stoßweise erfolgt, kann der Puls mitbestimmt werden (Pulsoximetrie).
Indikationen: Messung der Sauerstoffsättigung (z.B. im Schlaflabor, bei Schlafapnoe-Syndrom, Intensivstationen oder während eines Gehtests).
Kontraindikationen: Keine bekannt.
Personal: Arzthelferin
Supervision: Arzt
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Bodyplethysmographie
Der Ganzkörperplethysmograph ist ein meist 700 bis 1000 Liter fassender, luftdicht zu verschließender Kasten, in dem ein Spirometer (Pneumotachograph) angebracht ist und von den Druckschläuchen vom Mundstück und von der Wand des Kastens zu empfindlichen Druckmanometern außerhalb führen.
Mit Hilfe der Ganzkörperplethysmographie lassen sich die Atemwegswiderstände (Airway resistance Room) so wie das intrathorakale Gasvolumen (IGV) bestimmen.
Gerät: Bodyscope, Ganshorn Medizin.
Indikatinonen:
- Emphysemdiagnostik
- Analyse obstruktiver Atemwegserkrankung
- Trachealstenose
- Provokations- und Expositionsversuche
- Therapiekontrolle
- Begutachtung
Kontraindikationen:
- Verständigungsprobleme (Schwerhörigkeit, mangelhafte deutsche Sprachkenntnisse)
- Platzangst des Patienten
Personal: MTA, Arzthelferin
Supervision: Ärzte, Fachärzte
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Helium-Verdünnungsmethode
Gerät: Helirapid, Ganshorn Medizin
Indikationen:
- Funktion der Residualkapazität (FRC)
- Ausschluß eines Emphysems
Kontraindikation: Keine bekannt
Durchführung des Testes: Mit einem speziellen Heliumanalysator.
Personal: MTA, Arzthelferin
Supervision: Arzt und Facharzt
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Diffusionskapazitätsmessung
Die Methode mißt, wieviel Milliliter CO pro Zeiteinheit (min., sec.) und Partialdruckeinheit (in mmHg oder kPa) vom Alveolarraum in das Blut übergehen. Die Messung ist nur sinnvoll, wenn keine stärkere Atemwegsobstruktion (Tiffeneau) unter 50%, Raw über 5 cm H2O2 (l/s) vorliegt und der Patient vorher nicht geraucht hat.
Gerät: Helirapid, Ganshorn Medizin
Indikation: Kontrolle der Lungenfibrosen
Kontraindikation: Keine
Durchführung der Messung: Der Patient wird an das Mundstück angeschlossen, atmet bis zum Residualvolumen aus und dann ein CO-Helium-Gasgemisch bis zur Totalkapazität ein. In maximaler Inspirationsstellung wird der Atem 10 sec. angehalten und langsam in den Alveolarluftbeutel tief ausgeatmet.
Durch Messung der inspiratorischen Vitalkapazität und Analyse der inspiratorischen und alveolären CO- und Heliumkonzentration wird die Diffusionskapazität der Lunge errechnet.
Personal: MTA, Schwester, Arzthelferinnen
Supervision: Arzt, Fachärzte
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Peak-Flow-Messung (Ausatmungsstromstärke)
Der Peak-Flow ist definiert als die maximale Ausatmungsstromstärke nach Beginn der forcierten Expirium. Die Messgröße ist in der Regel l/min (in seltenen Fällen auch l/sec.).
Die Peak-Flow-Messung kann die Lungenfunktionsprüfung nicht ersetzen, ist aber die ideale Methode für den Patienten zum Erkennen von Veränderungen im Bereich seiner Atemwege.
Sie wird vom Patienten selbst zu Hause oder auf der Reise durchgeführt.
Der Patient erkennt bei Abfall der Meßwerte selbstverständlich die Verschlechterung seines Zustandes und kann sich danach richten und evtl. auch einen Arzt aufsuchen.
In der Waldeck Klinik wird eine regelmäßige Schulung der Peak-Flow-Messung durchgeführt.
Geräte: Ronald-Pulmo-Test Peak-Flow-Meter
Indikationen:
- Erste Früherkennung von Atemwegserkrankungen sowie Ursachen und Schweregrad einer Obstruktion
- Langzeitüberwachung der Therapie bei Asthma und der chronischen Bronchitis
- Zur frühzeitigen Erkennung eines bevorstehenden Asthmaanfalls
- Feststellung einer verminderten Atemleistungen bei allergischen Reaktionen
- Selbstkontrolle der durch Rauchen gefährdeten Lungenleistung
Kontraindikationen: Keine
Durchführung der Messung:
- Das Mundstück fest aufstecken, so daß es nicht mehr wackelt
- Den Zeiger bis zum Anschlag an den Skalabeginn zurückschieben
- Das Gerät leicht in die Hand nehmen, nicht drücken oder die Zeigeschiene blockieren bzw. die Löcher am Ende des Gerätes verdecken
- Am besten im Stehen in bequemer Haltung messen
- Möglichst tief einatmen, das Mundstück fest mit den Lippen umschließen und so kräftig wie möglich einen kurzen, schnellen Atemstoß in das Gerät blasen
- Die Zeigerposition nach dem Messen mit Bleistift markieren
Es ist sinnvoll, die Messung jeweils drei Mal zu wiederholen und den höchsten Meßwert in die Werttabelle einzutragen.
Zu Beginn werden die Messungen vier Mal täglich zu festen Tageszeiten durchgeführt und später nach Kenntniss des Peak-Flow-Profiles zwei Mal täglich (nach Empfehlung der deutschen Liga zur Bekämpfung der Atemwegserkrankungen).
Personal: Schwester, Arzthelferin
Auswertung: Arzt
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Elektrokardiographie (EKG)
Verfahren zur Registrierung der Aktionspotenziale des Herzens, die von der Körperoberfläche abgeleitet und als Kurven aufgezeichnet werden (Elektrokardiogramm).
Dabei entsprechen die Schwankungen der Kurven einzelnen Phasen der Herzperiode. Die Kurven entstehen als Summation der Stärken und Richtung der Erregungsleitung in den einzelnen Myokard- und Nervenfasern. Sie werden durch die im Herzen räumlich unterschiedlichen Ableitungen registriert.
Geräte: Cardiovit AT-60, Firma:Schiller
- EKG-Überwachung mittels Bildschirm
- Automatische EKG-Auswertung
- Automatischer Ausdruck oder manueller Ausdruck (mit EKG Interpretation)
Indikationen:
- unklare thorakale Beschwerden
- arterieller Hypertonus
- Verdacht auf Lungenembolie
- Herzrhythmusstörungen
- Ischämische Herzkrankheiten
- Kardiomyopathien
- Myokarditis
Kontraindikationen: Keine
Durchführung des Testes: Nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für die Kardiologie.
- Kontrolle der Raumtemperatur
- Patientengerechte Erklärung des Untersuchungsablaufes
- Oberkörper entkleiden lassen - die Sprunggelenke werden frei gemacht, Ablegen von störenden Schmuckstücken (evtl. Armreifen u. Halsketten)
- Der Patient kann in Rückenlage gelagert werden. Er wird gebeten, eine entspannte Lage einzunehmen. Lagerungshilfen (Kissen, Rollen) können eingesetzt werden
- Den Patient auffordern, während der Aufzeichnung ruhig ein- und auszuatmen, sich nicht zu bewegen und nur im Notfall zu sprechen
- Übersichtliche Anordnung der Kabel
Personal: MTA, Schwester, Arzthelferinnen
Auswertung: Ärzte
Supervision: Ober- und Fachärzte.
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Belastungs-EKG (Ergometrie)
Aufzeichnung eines EKG vor, während und nach möglichst genau dosierbarer und reproduzierbarer Belastung; meist als Fahrradergometrie im Sitzen oder Liegen.
Geräte:
- Liege-Halbliege-Sicherheitsergometer ERG-900 L Firma Schiller, mit dem integrierten Blutdruckmeßautomat
- EKG-Gerät Cardiovit AT 60, 12 Kanalschreiber, Firma Schiller mit Monitorüberwachung
- Cardiovac-EKG Saugelektroden
- Defibrilator Hellige, Defiport SCP 912
- Notfallset
- Sauerstofflasche
Indikationen:
- Beurteilung der Leistungsfähigkeit
- unklare thorakale Beschwerden
- Verdacht auf koronare Herzerkrankung
- Kreislaufregulierungsstörungen (Belastungshypertonie)
- Sinusbradykardie
- Verdacht auf Syndrom des kranken Sinusknotens
- Kreislaufregulierungsstörungen (Belastungshypertonie)
- Kardiomyopathie
Kontraindikationen:
- Frischer Herzinfarkt oder Stenokardie in Ruhe
- Frische Embolie
- Verdacht auf Myokarditis
- maligner Hypertonus
- Ruheherzinsuffizienz
- schwere (hochgradige) Herzrhythmusstörungen und AV-Blockierung
- Aortenstenose höheren Grades
- Bekanntes Herzwandaneurysma
- Akuter Infekt
- Akute Thrombophlebitis
Durchführung des Testes:
- Eingabe der Patientendaten und Auswahl des Stufenprotokolls
- Anpassen des Sattels (motorisch), die Armauflage und den Haltegriff (Schienen)
- Befestigen der Saugelektroden am Patienten
- Anlegen Spezial-Blutdruckmanschette am linken Arm, stramm, daß sie während der Ergometrie nicht verrutschen kann. Das Mikrofon über die Arteria Brachialis plazieren
- Aufzeichnen eines Ruhe-EKG und Blutdruck vor Beginn des Belastungstestes
- Anfang des Testes: Patient wird mit 25 W-50 W belastet. Trettgeschwindigkeit 50 bis 60 Umdrehungen/min
- Alle zwei Minuten wird die Belastung der Patienten um 25 W gesteigert
- Am Ende jeder Belastungsstufe werden EKG aufgezeichnet und Blutdruck automatisch gemessen. Bei erreichen der Belastungsfrequenz (180 minus Alter) oder bei Vorliegen von Abbruchkriterien muß die Untersuchung abgebrochen werden.
Abbruchkriterien:
- Auftreten von Angina pectoris
- Anstieg des Blutdrucks über 240 mmHg systolisch und 120 mmHg diastolisch
- ST-Senkung von mehr als nur 0,25 mV horizontal oder deszendierend
- Rhythmusstörungen nach Lown III oder IV (polytope Extrasystolen oder Salven)
- AV-Blockierung II oder III Grades
- Vorhofflimmern- oder Flattern
- Kompletter Schenkelblock
- Dyspnoe
- Muskelermüdung oder Erschöpfung des Patienten
Nach der Belastung schließt sich Erholungsphase an. Drei und fünf Minuten nach der Belastung wird nochmals ein EKG aufgezeichnet und Blutdruck gemessen.
Personal: Ärzte
Auswertung: Ärzte, Oberarzt, Facharzt.
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Langzeit-EKG
Ist kontinuierlich eine Registrierung eines EKG meist über einen Zeitraum von 18 bis 24 Stunden mit einem tragbare batteriebetriebenen Aufzeichnungsgerät.
Gerät:
- Cardiolight-Langzeit-EKG-System, EC/Sirius, Firma: Medset-Medizintechnik
- PC mit integrierten Langzeit EKG-Programm
Indikationen:
- Abklärung komplexer Herzrhythmusstörungen insbesondere nach Herzinfarkt, Myokarditis oder Operationen am Herzen
- Abklärung von Synkopen
- Kontrolle einer antiarrhythmischen Therapie
- Bei subjektiven Herzstolpern und Herzaussetzern
Durchführung des Testes:
- Patientendaten im PC angeben
- Digitalrekorder vorbereiten
- EKG-Elektroden anlegen und mit Digitalrekorder verbinden
- Digitalrekorder am PC starten und in die Tragetasche einsetzen
- Nach 18-24 Stunden EKG-Elektroden abnehmen, Digitalrekorder mit PC verbinden und die gespeicherten Werte übertragen lassen
- Langzeit-EKG-Analyse
Personal: MTA, Schwester
Auswertung: MTA und Stationsärzte
Superversion: Oberarztund Facharzt
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Langzeit-Blutdruckmessung (24 Stunden Blutdruckmessung)
Gerät:
- Langzeit-Blutdruckrekorder BR-102, Firma Schiller
- Drucker
Indikationen: Ständige Überwachung des Blutdruckes über 24 Stunden, besonders zum Ausschluß nächtlicher hypertoner Krisen. Ferner Beobachtung des Blutdruckes bei seelischen bzw. körperlichen Belastungen, sportlichen Aktivitäten. Ferner zum Überwachen der Antihypertonsiven Medikation
Durchführung der Messung:
- Patientendaten im Rekorder angeben
- Stimmen die Meßbedingungen (Grenzwerte der Blutdruckmessung, Ruhezeit des Patienten, Manschettenbreite, Druck-Ablassgeschwindigkeit)?
- Meßprogramm definieren
- Manschette am Patientenarm links befestigen, A. brachialis suchen und mit Mikrophon plazieren und mit einem speziellen Kleber befestigen, Manschette verkletten und mit einen Manschettenkleber am Arm befestigen
- Anschließen der Manschette am Rekorder
- Rekorder in Tragetasche (auf der rechten Seite des Patienten) einsetzen
- Testmessung durchführen, um den richtigen Sitz und die Dichtigkeit der Manschette zu testen
- Starten der Langzeitmessung
- Tagebuch zur 24 Stunden Blutdruckmessung dem Patienten mitgeben
- Nach 24 Stunden die Messung beenden, Rekorder von Blutdruckmanschette lösen und verbinden mit Drucker
- Ausdrucken und Analyse des Blutdruckprotokolls
Personal: MTA, Schwester, Arzthelferin
Auswertung: Stationsarzt
Superversion: Oberarztund Facharzt
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Ultraschalldiagnostik - Einleitung
Ultraschall: mechanische Schwingungen mit einer Frequenz von mehr als 20 kHz.
Zur Erzeugung eines Ultraschallbildes werden Kristalle durch elektrische Impulse zu mechanischen Schwingungen angeregt (umgekehrt piezoelektrischer Effekt). Die Schallwellen breiten sich von Kristallen aus, wie von einer Lautsprechermembran, nur werden in Sonographie je nach Anwendungsbereich Frequenzen von 2,0 bis 15,0 MHz verwendet, die vom menschlichen Ohr nicht wahrgenommen werden können.
Mehrere solche Kristalle werden in einem Schallkopf untergebracht. Die Schallwellen breiten sich durch das Gewebe aus und werden als Echo zum Schallkopf reflektiert und verformen dort die Kristalle, die daraufhin wieder elektrische Impulse abgeben (piezoelektrischer Effekt).
Aus diesen Impulsen wird das Bild errechnet. Hierbei werden die eindimensionale A-Bild-Methode und die zweidimensionale B-Bild-Methode unterschieden (sog. Schnittbildmethode).
Gerät: Die Waldeck-Klinik verfügt über ein Ultraschallgerät mit drei Schallsonden (Konvexsonde, Sektorsonde, Linearsonde), AU3 Partner von Firma Esaote Biomedica.
Das Gerät ist leicht transportabel, damit es in Notfallsituationen eingesetzt werden kann und hat einen Anschluß für drei Schallkopftypen:
- Linearschallkopf (5,0-7,5 MHz): für Untersuchung von Weichteilen, Gelenken, Knochen, Schilddrüsendiagnostik
- Sektorschallkopf (2,0-3,0 MHz): besonders gut geeignet für Kardiologie
- Konvexschallkopf (2,5-5,0 MHz): für abdominelle Sonographie
Abdominelle Ultraschalldiagnostik
Indikationen:
- bei akuten oder chronischen abdominellen Beschwerden: Gallenblase, Nieren, Pankreas, Harnblase
- bei erhöhten Leberwerten: Leber
- bei Niereninsuffzienz: Nieren
- bei Herzinsuffzienz: Leber, Nieren, Vena kava, Aszites
- bei Hypertonie, unklare Genese: Nieren, Nebennieren
- bei Diabetes mellitus: Leber, Nieren
- bei Bakteriurie/Hämaturie: Harnblase, Prostata, Nieren
- nach Bauchgefäß-OP
- nach Herz-OP mit Pleuraerguß: Pleura
Durchführung der Untersuchung: Nach "abdomineller Sonographie", interaktiver Atlas, Banholzer, Urban, Ed Schwarzenberg München 1992.
Personal: Arzt
Supervision: Oberarzt, Facharzt
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Schilddrüsensonographie
Gerät: Zur Untersuchung eignet sich eine Linearsonde mit der Sendefrequenz von 5 - 7,5 MHz.
Indikationen:
- bei Zustand nach Schilddrüsen-Operationen
- bei klinischem Verdacht auf eine Hypo- oder Hyperthyreose
- bei Tachykardie, unklarer Genese
- bei arterieller Hypertonie, unklarer Genese
- Struma Coli
- Unterscheidung charakteristischer Strukturen und Befunde:
Zyste, Verkalkungen, Knoten mit oder ohne Kapseln, Schilddrüsentumore (eine Unterscheidung zwischen gut- und bösartig ist dabei jedoch nicht möglich)
Durchführung der Untersuchung: Bei der Untersuchung liegt der Patient auf dem Rücken. Durch ein Polster unter den Schulterblättern wird eine leichte, nicht maximale Überstreckung der HWS erreicht.Der Schallkopf wird zunächst in horizontaler Ebene, oberhalb des Krikoides aufgesetzt und ohne zusätzlichen Druck langsam nach kaudal bewegt.
Im Anschluß erfolgt die Untersuchung der beiden Schilddrüsenlappen im Längsschnitt, wobei der Schallkopf in der Regel etwas schräg von kranial/lateral nach medio/kaudal aufgesetzt wird.
Personal: Arzt
Supervision: Oberarzt, Facharzt
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Echokardiographie (Synonym Ultraschall-Kardiographie)
Definition: Nichtinvasive Methode der Herzdiagnostik mit Anwendung des Impuls-Echo-Verfahrens (als T-Motion) oder des Dauerschall (Doppler) Verfahrens.
Gerät: Mit Sektorsonde mit Sendefrequenz von 2-3,5 MHz.
Durchführung: M-Mode Technik und 2-D Technik
Indikationen:
- Mitralstenose, Mitralinsuffizienz
- Aortenklappeninsuffizien
- Hypertrophisch- obstruktive Kardiomyopathie
- Mitralklappenprolapssyndrom
- Perikarderguß
- Aneurysma discecans der Aorta Ascendens
- Bestimmung des Herzschlagvolumens
- Diagnose Kongenitaler Herzfehler
- Kontrolle von Patienten nach Herzklappenersatz
- Verdacht auf Lungenembolie, Dyspnoe
- Angina pectoris
- Arterielle Hypertonus
- Ischämische Herzkrankheiten
Kontraindikationen: Keine
Durchführung der Untersuchung: Die Untersuchung wird mit einer Sektorsonde mit einer Sendefrequenz von 2-3,5 MHz durchgeführt.
Lage des Patienten: Die echokardiographische Untersuchung wird in Linksseitenlage durchgeführt (Winkel von etwa 30°).
Bei der Diagnostik eines Mitralklappenprolapses ist es notwendig, die Patienten in aufrechter Position zu untersuchen.
Im allgemeinen wird das Herz in zweidimensionalem Verfahren vom apikalen, parasternalen und supkostalem Zugang echokardiographisch untersucht.
Personal: Arzt
Auswertung: Arzt
Supervision: Oberarzt / Kardiologe
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Farb-Doppler-Echokardiographie
Das Dopplerprinzip wird zur Dokumentation intrakardialer Flüsse und der Strömungsgeschwindigkeit des Blutes benutzt.
Ziel der Doppler-Echokardiographischen Untersuchung ist der Nachweis normaler Flüsse oder pathologisch systolischer oder diastolischer Jets.
Wie in der 2-D-Echokardiographie bedient man sich dabei des apikalen, parasternalen, subcostalen oder auch des suprasternalen Fensters als Zugang zum Herz.Bei der Farb-Doppler-Echokardiographie handelt es sich um eine simultane, flächenhafte Darstellung der gesamten Blutströmung im Echtzeitverfahren.
Für jeden einzelnen Bildpunkt wird jeweils ein Durchschnittswert für die Komponenten Flussrichtung, Geschwindigkeit und Flussvarianz gebildet und farblich dargestellt.
Indikationen:
- bei Verdacht auf eine Lungenembolie oder nachgewiesener Lungenembolie
- Herzinfarktnarbe in der 2-D-Echokardiographieklärung
- bei einer relativen Mitralinsuffizienz
- bei Verdacht auf Herzfehler in der 2-D-Echokardiographie
- Arterieller Hypertonus
Kontraindikationen: Keine
Durchführung: Qualitätsleitlinie in der Echokardiographie, herausgegeben vom Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie.
Personal: Arzt
Auswertung: Arzt
Supravision: Oberarzt / Kardiologe
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Streß-Echokardiographie
Definition: Streß-Echokardiographie ist eine nicht invasive kardiale Funktionsdiagnostik zum Nachweis einer Ischämie.
Unter dynamischer oder pharmokologischer Belastung kommt es zum Anstieg der Herzfrequenz und des Blutdruckes und somit zu einer Erhöhung des Sauerstoffbedarfes.
Streß-Echokardiographiemethoden:
- Aktive Streßechokardiographie: Dynamisch.
zum Beispiel sitzend, liegend, halbsitzend, kombiniert mit Laufband, isometrische und Grip-Expanderbelastung
- Passive Streßechokardiographie: Pharmakologisch.
zum Beispiel Dypiridamol, Adenosin, Dobutamin, Arbutamin
- Hyperventilatorisch, Elektrophysiologisch, Psychomental
Streßformen (modifiziert nach Erber):
Physikalisch:
- Fahrradergometrie, liegend, halbsitzend, sitzend
- Laufband
- Vorhoffstimulation
Pharmakologisch:
- Steigerung der Inotropie und Chronotropie- Dobutamin, Arbutamin
- Vasodilatation: Dypiridamol und Adenosin
- Vasokonstiktion: Ergotamin
Geräte:
- Liege / Halbliege / Sicherheitsergometer ERG / 911 Firma Schiller mit integriertem Blutdruckmessautomat
- EKG-Gerät mit Monitorüberwachung
- Streßcomputer
- Notfallkoffer
- Defibrilator Hellige Defiport SCP 912
Indikationen zur Streß-Echokardiographie (modifiziert nach Erber):
- Ischämienachweis / Lokalisation / Ausmaß
- Beurteilung der funktionellen Bedeutung grenzwertiger Koronarstenosen
- Risikostratifikation nach Herzinfarkt
- EKG-Veränderung ohne Symptome
- Symptome ohne EKG-Veränderung
- Abnormes Ruhe-EKG: LSB, WW, RBBB
- Vitalitätsnachweis
- Verlaufskontrolle vor und nach einer Revaskularisation
- Restischämie nach Medikamententherapie
- Funktionsbeurteilung der Kolateralen
- Beurteilung der funktionellen Bedeutung bei nachgewiesener diffuser koronarer Herzkrankheit ohne signifikante Stenosierung
- Junge Frauen mit fraglicher pathologischer EKG-Veränderung
Abbruchkriterien für die Streß-Echokardiographie (modifiziert nach Erber)
Klinisch:
- Angina pectoris, hämodynamisch
- Blutdruck höher als 220 /110 mmHg
- Blutdruckabfall unter 20 mmHg
- Neuaufgetretene oder Verstärkung der bereits bestehenden Wandbewegungsstörung in mehr als zwei Segmenten
- Bei mehr als 0,2 mV gehäufte ventrikuläre Extrasystolen, Couplets, Salven
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Dynamische Streß-Echokardiographie:
Das Ziel einer Ergometrischen Belastung ist die Simulation physiologischer, körperlicher Belastung mit Blutdruck und Frequenzanstieg, Steigerung des Herzzeitvolumens und Steigerung des kardialen Sauerstoffverbrauchs.
Die dynamische fahrradergometrische Streß-Echokardiographie ist mit einem normalen Belastungs-EKG vergleichbar.
Die Zielfrequenz sollte 220 minus Lebensalter x 0,85 betragen.
Indikationen:
- Ischämienachweis / Lokalisation / Ausmaß
- Beurteilung der funktionellen Bedeutung grenzwertiger Koronarstenosen
- Risikostratifikation nach Herzinfarkt
- EKG-Veränderung ohne Symptome
- Symptome ohne EKG-Veränderung
- Abnormes Ruhe-EKG: LSB, WW, RBBB
- Vitalitätsnachweis
- Verlaufskontrolle vor und nach einer Revaskularisation
- Restischämie nach Medikamententherapie
- Funktionsbeurteilung der Kolateralen
- Beurteilung der funktioneller Bedeutung bei nachgewiesener diffuser koronarer Herzkrankheit ohne signifikante Stenosierung
- Junge Frauen mit fraglicher pathologischer EKG-Veränderung
Kontraindikationen:
- Frischer Herzinfarkt oder Stenokardie in Ruhe
- Frische Embolie
- Verdacht auf Myokarditis
- maligner Hypertonus
- Ruheherzinsuffizienz
- schwere (hochgradige) Herzrhythmusstörungen und AV-Blockierung
- Aortenstenose höheren Grades
- Bekanntes Herzwandaneurysma
- Akuter Infekt
- Akute Thrombophlebitis
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Pharmakologische Streß-Echokardiographie:
Indikationen:
- Erkrankung und degenerative Veränderungen des Bewegungsapparates
- Mangelnde körperliche Belastbarkeit und verminderte Motivation
- Verdacht auf KHK bei Linksschenkelblock im EKG
- Abklärung der formal positiven Ergometrie bei fehlender bzw. geringen kardiovasuklären Risikofaktoren und atypischer Symptomatik
- Verlaufskontrolle nach Myokardrevaskularisation
- Bei atypischer Beschwerdesymptomatik
Kontraindikationen:
- Frischer Myokardinfarkt
- Instabile Angina pectoris
- Schwerer arterieller Hypertonus
- COPD
- Hochgradiger AV-Block (Adenosin)
- HOCM (Doputamin)
- Sinusknotendysfunktion (Adenosin)
Durchführung der Streß-Echokardiograpie: Nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie.
Personal: Arzt
Auswertung: Arzt
Supervision: Oberarzt / Kardiologe
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Ergometertraining
Die Komponenten des Reha-Systems:
- Ergometer
- Computersteuerung
- EKG-Herstellung und Registrierung
zu 1.) Grundlage der Reha- und Trainingsmeßplätze bilden die medizinische Computerergometer ergometrics er900. Diese Geräte sind nach den Anforderungen der internationalen Arbeitsgruppe für Ergometrie (ICSPF), der Norm für medizinische Tretkurbel-Ergometer (DIN 13405) gebaut.
Die Fertigung ist nach allen Richtlinien des Medizinproduktegesetzes zertifiziert. Das garantiert die Einhaltung aller Vorschriften und Normen, dokumentiert durch das Qualitätskennzeichen CE 0124. Die Geräte besitzen durch ihre digitale Betriebsart ideale Voraussetzungen für die externe Steuerung durch einen PC.
Durch den Einbau eines galvanisch getrennten EKG-Verstärkers und einer Elektrodensauganlage für eine EKG-Ableitung werden sie zu einer kompletten Funktions- und Meßstation für Leistung, Blutdruck, Herzfrequenz und EKG.
zu 2.) Die Computersteuerung (Personalcomputer) ist in der Lage, mit dem Trainingsprogramm Ergosoft plus den gesamten Verlauf von bis zu 16 Ergometern zu steuern und zu dokumentieren.
Das Programm Ergosoft plus läuft auf dem Betriebssystem Windows und ist über Datenbanksystem Ergolab vernetzungsfähig. Im Bildschirm des Systems werden laufend die aktuellen Daten aller im Einsatz befindlichen Ergometer angezeigt.
zu 3.) Zur Sicherheit des Patienten, speziell bei Herzpatienten, ist es empfehlenswert, einen QRS-Komplex abzuleiten und auf einen Überwachungsmonitor anzuzeigen. Dazu steht eine Monitoreinheit, ERMC, zur Verfügung, auf der das EKG von bis zu vier Meßplätzen zusammen mit den Ergometernummer und der aktuellen Herzfrequenz angezeigt wird.
Diese Einheiten haben sich aufgrund ihrer Übersichtlichkeit bestens bewährt. Je nach Anlage werden bis zu vier Monitore installiert.
Zur Notfallregistrierung steht eine Acht- Kanal-Alarmscheibe ergoreg 8 zur Verfügung. Sie speichert von jedem Meßplatz rückwirkend ein EKG von zehnSekunden.
Trainingsprofile: Bei der Definition des individuellen Trainngsprofils bietet Ergosoft plus verschiedene Trainingsarten, zwischen denen ausgewählt werden kann.
Konstante Pulsfrequenz: Die Last des Ergometers wird laufend so angepasst, daß der Puls des Patienten gleich bleibt und die Last entsprechend verändert wird.
Konstante Trainingslast: Die Last des Ergometers wird vom Therapeuten vorgegeben.
Intervalltraining: Die Last des Ergometers wird nach einem festgelegten Profil eingestellt. Ein Lastwechsel ist alle zehn Sekunden möglich oder über eine Grafik frei definierbar.
Pulsgesteuertes Training: Zu Beginn sollten für die Laststeigerung Werte zwischen 5 und 20 Watt ausgewählt werden. Das eigentliche Pulstraining sollte durch einen maximalen Puls, der zwischen 50 und 180 Pulsschläge pro Minute liegt, begrenzt sein. Zusätzlich ist eine Lastbegrenzung, die im Bereich zwischen 1 und 995 Watt liegen kann, möglich. Der Blutdruck kann im Minutenabstand gemessen werden.
Konstantes Lasttraining: Zu Beginn sollten für die Laststeigerung Werte zwischen 5 und 20 Watt ausgewählt werden. Die Lastbegrenzung kann im Bereich zwischen 1 und 995 Watt gewählt werden. Der Blutdruck kann im Minutenabstand gemessen werden.
Intervall-Training: Das Training ist durch einen Wechsel von hoher Belastung (20 Sekunden) und niedriger Belastung (40 Sekunden) definiert.
Der Lastwechsel ist bis zu einem Mindestabstand von 10 Sekunden programmierbar. Es besteht die freie Wahl nach dem n-ten Laststufenwechsel den Blutdruck zu messen, wobei die gewählte Laststufe den Zeitraum von einer Minute nicht unterschreiten darf.
Unter Intervallbelastung versteht man eine Trainingsart, bei der Belastungsphasen mit Erholphasen im Wechsel angeboten werden, dies ermöglicht hohe Belastungsreize auf die trainierende Muskulatur. Diese Belastungsintensität ist beim Dauertraining in der Regel nicht ohne kardiale Beschwerden, bzw. Überlastung möglich.
Auch unter dem Aspekt der Vorbereitung für den Alltag erscheint das Intervalltraining deshalb günstig, weil Alltagsbelastungen mit ihren häufig kurzdauernden, hohen muskulären Beanspruchungen, einer Intervallbelastung nahe kommen.
Die Dauer des Trainings bei Einzelpersonen sowie bei der Gesamtlaufzeit einer Gruppe, ist frei definierbar. Es besteht die Möglichkeit, jeden Parameter eines Patienten während des Trainings zu verändern. Dies wirkt sich innerhalb von drei Sekunden aus.
Phasen des Trainings:
Aufwärmphase I: Die Ergometrie wird mit 65 % der Leistung des letzten Trainings gestartet. Dieser Laststartwert wird nach jedem Ergometertraining neu berechnet und steht somit für das Folge-Ergometrietraining zur Verfügung. Die Dauer dieser Aufwärmphase I beträgt immer 2 Minuten.
Aufwärmphase II: Laststeigerunsphase, in der der Patient auf sein Trainingsniveau gebracht wird (5 bis 8 Minuten). Eine sinnvolle Laststeigerung liegt im Bereich 5-20 Watt/min.
Trainingsphase III: Hat der Patient die Aufwärmphase II beendet, wird mit der gewählten Trainingsart fortgefahren.Konstante Pulsfrequenz: Herzfrequenzermittlung über 60 bis 70 % des Leistungsbelastungswertes der Ergometrie.
Nach ca. 3 Minuten konstanter Last kann die ermittelte Herzfrequenz als Trainingsfrequenz übernommen werden. Die Last wird danach um ca 15 bis 20 % erhöht. Jetzt hat der Patient den optimalen Trainingszustand erreicht, der jedoch während des Trainings permanent angepaßt wird.
Hat ein Patient während der Belastung Beschwerden, so kann darauf durch Herabsetzen der Last auf Ist-Last d.h. 20 % Lastminderung, reagiert werden. Normalerweise wird nach 40 bis 50 sec. eine Besserung erreicht. Ist dies jedoch nicht der Fall, so kann das Training über "Ende" sofort oder mit Erholphase beendet werden.
Außerdem besteht hier die Möglichkeit, dieses Tagesprogramm zu speichern oder zu löschen. Am Ende des Trainings werden die Daten ins Summendiagramm übernommen und auf Dauer gespeichert.
Erholphase (I) IV Die Zeit dieser Phase ist auf zwei Minuten festgelegt. Hierin wird die Last auf null vermindert. Beim Intervalltraining wird jedoch automatisch vor dieser stetigen Lastminderung erst die minimale Last des Trainings erreicht.
Erholungsphase II (V) Um eine letzte Erholmessung durchzuführen, soll der Patient eine Minute in Ruhe sitzen bleiben. Dies ist vom Patient daran zu erkennen, daß das Ergometer kurz piepst, wogegen das er900 in der Drehzahlanzeige blinkt.
Auswertung: Tagesprofil: Nach Beenden des Trainings besteht bei Ergosoft plus die Möglichkeit, vier verschiedene, aufeinanderfolgende Tagesprofile nebeneinander zu legen und zu vergleichen. Weiterhin ist es hier sogar möglich, zwei Tagesprofile übereinander zu legen um so Veränderungen im Verlauf des Trainings besser erkennen zu können.
Übersicht über das gesamte Training: Das gesamte Training, d.h. jedes Ergometrietraining, wird in tabellarischer und grafischer Form übersichtlich dargestellt und die verschiedenen Parameter können, über den gesamten Ablauf hinweg, betrachtet werden.
Indikationen:
- Aufbautraining des Herz-Kreislaufsystems
- Verbesserung des Blutfettprofils (z.B. Verbesserung des Quotienten zwischen LDL und HDL)
- Senkung des Blutdrucks bei Personen an der Grenze zum Bluthochdruck
- Vorbeugung Altersdiabetes
- Vorbeugung und Behandlung von Osteoporose (sportliche Aktivität fördert den Aufbau von neuem Knochengewebe)
- Zuwachs an Wohlbefinden und Schutz vor psychischen Problemen (z.B. Depression), Steigerung der Produktion von körpereigenen Endorphinen, entspannend wirkenden Neurotransmittern
- Übergewicht
- Störungen im Immunsystem
- Chronische Bronchitis
- Arterielle Verschlußkrankheit
Kontraindikationen:
- frischer Herzinfarkt oder Stenokardie in Ruhe
- frische Embolie
- Verdacht auf Myokarditis
- maligner Hypertonus
- Ruheherzinsuffizienz
- schwere (hochgradige) Herzrhythmusstörungen und AV-Blockierung
- Aortenstenose höheren Grades
- bekanntes Herzwand-Aneurysma
- akuter Infekt
- akute Thrombophlebitis
Abbruchkriterien:
- Auftreten von Angina pectoris
- Anstieg des Blutdrucks über 240 mmHg systolisch und 120 mmHg diastolisch
- ST-Senkung von mehr als nur 0,25 mV horizontal oder deszendierend
- Rhythmusstörungen nach Lown III oder IV (polytope Extrasystolen oder Salven)
- AV-Blockierung II oder III Grades
- Vorhofflimmern-, oder Flattern
- Kompletter Schenkelblock
- Dyspnoe
- Muskelermüdung oder Erschöpfung des Patienten
Durchführung: Ausgebildete Therapeuten, Arzt
Supervisior: Arzt
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Medizinische Laboruntersuchungen Elektrolyte Laboruntersuchungen
Gerät: Die Waldeck Klinik verfügt über ein AVL-988-3ISE Elektrolyten-Analysator. Er ermöglicht die Bestimmung von Kalium, Natrium, Calcium, Chlor und Litium aus dem Serum (evtl. im Urin).
Kalium im Serum: Kalium (K) liegt im Körper zu 98 % intrazellulär und ist hier als Haupt-Kation 40fach höher konzentriert als im Extrazellulärraum. Die Kaliumausscheidung erfolgt zu über 90 % renal. Aldosteron und andere Kortikoide erhöhen die Kaliumausscheidung.
Indikationen:
- Überwachung bei Herz- und Nierenerkrankungen
- bei gestörtem Säurenbasenstatus
- Infusions-, Diuretika- und Laxantientherapie
- NNR-Insuffizienz
Referenzbereich:
- Erwachsene 3,6 - 5,1 mmol/L
- Kinder 3,2 - 5,4 mmol/L
Kalium im Urin:
Indikation:
- Hyperkaliämie-Differenzierung zwischen renalen und extrarenalen Ursachen
Referenzbereich:
- Erwachsene 30 - 120 mmol/24 Std.
Natrium im Serum: Natrium (Na) liegt im Körper zu 95 % extrazellulär, ist hier die Haupt-Kation und der Hauptträger der Osmolalität. Regulierend auf den Natrium- und Wasserhaushalt wirken Hypotalamus (Durstgefühl), das HHL-Hormon Adiuretin (erhöht tubulär Wasserrückresorbtion), das über Renin-Angiotensin stimulierte NNR-Hormon Aldosteron (erhöht tubuläre Natriumrückresorbtion) und das atriale Natriumretische Peptid.
Indikationen:
- Störungen des Wasser- und Elektrolytehaushaltes, insbesonders bei renalen und endokrinen Erkrankungen
Referenzbereich:
- Erwachsene 135 - 147 mmol/l
- Kinder 130 - 145 mmol/l
Calcium im Serum: Die Kalcium-Homeöstase wird durch das Parathormon (PTH) der Nebenschilddrüse und durch Calcitriol reguliert. Calcitriol fördert die Resorbtion im oberen Dünndarm. PTH und Calcitriol mobilisieren das Calcium aus den Knochen. In den Nierentubulus fördert PTH die Calciumrückresorbtion, hemmt also die Ausscheidung. Weitgehend antagonistisch zu PTH (Blutcalciumsenkend) wirkt Calcitonin.
Indikationen:
- Verdacht auf Störungen der Nebenschildrüsenfunktion
- Vitamin D-Mangel/Überdosierung
- Harnsteine
- Nieren- und Knochenerkrankungen
- Malignome
Referenzbereich:
- Erwachsene 2,2 - 2,6 mmol/l
- Kinder 2,1 - 2,7 mmol/l
Kontraindikationen: Keine
Durchführung der Elektrolytemessung: Das Blut wird aus den Fingerspitzen oder dem Ohrläppchen entnommen, ohne das Gewebe zu drücken (Erhöhung der Kaliumwerte).
Die NA-Heparin Einmalkapilarpipetten (2 UMR) soll voll aufgefüllt werden.
Auswertung nach ca. 60 Sekunden.
Personal: MTA, Arzthelferin
Auswertung: Arzt
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Glucose im Plasma:
Der Glucosespiegel im Blut wird vorwiegend durch die Inselzellhormone Insulin und Glucagon reguliert. Insulin senkt den Blutzucker, indem er die Glucoseaufnahme in Leber (auch Glucosesynthese), Fettgewebe und Muskulatur fördert, die Lipolyse und Gluconeogenese hemmt.
Der Antagonist Glucagon steigert die Glycogenolyse, Lipolyse und Gluconeogenese. Blutzuckererhöhend wirken auch Kortison, Adrenalin, STH und Thyroxin.
Gerät: Analyser Ebio 6666, Firma Eppendorf.
Der Analyser Ebio 6666 dient der automatischen Bestimmung von Glucose bzw. Lactat im Vollblut, Serum oder Plasma. Hierbei werden nach der Kapillarblutmethode die gewonnenen Vollblutproben als Hämolysat gemessen, Serum und Plasmaproben sind vor der Analyse mit Systemlösung zu verdünnen.
Nach dem Einsetzen der Standardlösung, der Bestückung der benötigten Kontrollpositionen und der Bestückung des bis zu 60 Proben fassenden Probentellers erfolgt eine vollautomatische Messung der Serie. Die Analyseergebnisse werden in der Anzeige dargestellt und auf dem Thermodrucker protokolliert. Eine Eilprobe läßt sich jederzeit in die laufende Serie einschleusen und wird innerhalb von einer Minute analysiert.
Indikationen:
- Diagnose und Therapiekontrolle des Diab. mell.
- Verdacht auf Hyperglycämie
Kontraindikationen: Keine
Referenzbereich:
- Erwachsene und Kinder nüchtern 60 - 120 mg/dl
- 1 Std. postprandial unter 160 mg/dl
Bewertung: Wiederholte Werte nüchtern über 130 mg/dl oder postprandial über 180 mg/dl zeigen einen manifesten Diab. mell. an. Bei grenzwertigen Befunden weitere Abklärungen durch ein Blutzuckertagesprofil oder / und ein Glucosetoleranztest.
Therapiekontrolle: Bei guter Einstellung liegen die Glucosespiegel postprandial unter 170 mg/dl, unter Insulin unter 190 mg/dl. Als Langzeitparameter sind der HbA1c und Fructosamin geeignet. Hyperclykämische Symptome meist bei unter 45 mg/dl.
Durchführung der Messung:
- Desinfektion der Haut an der Fingerspitze oder am Ohrläppchen
- Nach dem Stechen mit einer Blutlanzette wird Blut abgenommen und mit einer End-to-End Kapillare 20 ml aufgefangen
- Wenn sie voll ist, kommt sie in das Probegefäß
- Probegefäß muß gut geschüttelt werden
- Probengefäß einsetzen auf Probenteller (bis zu 60 Proben)
- Vollautomatische Auswertung der Blutzuckerwerte
Personal: MTA, Schwester, Arzthelferin.
Auswertung: Arzt
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Glucosetoleranztest oral
Oral zugeführte, im Dünndarm resorbierte Glucose induziert durch den Blutzuckeranstieg rasch eine erhöhte Insulinsekretion (max. nach 30 - 60 min.). Unter der Insulinwirkung wird die vermehrte Blutglucose binnen zwei Stunden größtenteils in Leber (Glycogenaufbau), Muskel und Fettgewebe aufgenommen. Dieser blutzuckersenkende Effekt ist bei Mangel an Insulinwirkung abgeschwächt. Die Glucosewerte steigen weiter an und bleiben länger erhöht.
Gerät: Ebio 6666, Firma Eppendorf.
Indikationen:
- Diagnose der gestörten Glucosetoleranz bei grenzwertig erhöhter Plasmaglucose
- Suchtest bei erhöhtem Diab. Risiko
- Verdacht auf variablen Diab.
Kontrainkikationen: Keine
Durchführung der Messung:
- Drei Tage zuvor Kohlenhydratreiche Ernährung (mehr als 200 g/Tag) 10 - 12 Std. vor Tagesbeginn nüchtern
- morgens 8.00 Uhr Blutentnahme (Glucosenüchternwert)
- Glucosetrunk
- Erwachsene 100 g innerhalb von 5 Minuten - Kinder 1,75 g pro kg Körpergewicht, maximal 75g innerhalb von 5 Minuten
- eine und zwei Stunden nach Probentrunk Blutentnahme für Glucosemessung
Personal: MTA, Schwester, Arzthelferinnen
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Lactat im Plasma:
Lactat entsteht durch anerobe Glykolyse vor allem in der Muskulatur, in Erythrozyten, Gehirn- und Nebennierenmark. Das anfallende Lactat wird teilweise im Myokard abgebaut, teilweise in der Leber und Nierenrinde zu Glucosenneogeneser verwendet, außerdem renal ausgeschieden.
Bei übererhöhtem Lactatanfall, z.B. Hypoxie und / oder gestörte Elimination, steigt die Lactatkonzentration an.
Indikationen:
- Kreislaufschock
- Akute Intoxikationen
- Gewebshypoxien
- Metabolische Acetosen
- Akuter interabdominaler Gefäßverschluss
- Bewertung der Patienten während des Belastungstest und dem Ergometertraining
Kontraindikation: Keine
Personal: MTA, Schwester, Arzthelferin
Auswertung: Arzt
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Blutkörper-Senkungsgeschwindigkeit (BKS oder BSG):
Indikationen:
- Verdacht auf Entzündungen
- Tumore
- Paraproteinämien
- Anämien
- Polyglobulie
Gerät: Citratblutröhrchen, BSG Ständer, Gegenstände zur Venenpunktion
Durchführung (nach Westergreen):
- Blut wird aus der Vene genommen
- Citratblutröhrchen voll gefüllt 8-10 mal kippen
- Röhrchen in Blutsenkungsständer stellen
- Auswertung nach erster und zweiter Stunde
Referenzbereich:
- Frauen 6/20 mm n. W. (1. Stunde)
- Männer 3/10 mm n. W. (1. Stunde)
Kontraindikationen: Keine
Personal: MTA, Arzthelferin, Schwester
Auswertung: Arzt
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Blutgasanalyse und pH-Wert Messung:
Unter Blutgasen verstehen wir den chemisch gebundenen und physikalisch gelösten Sauerstoff, gebundenes und gelöstes Kohlendioxid und gelösten Stickstoff.
Für die klinischen Belange interessiert der Sauerstoffpartialdruck (PO2) und der Kohlenstoffpartialdruck (PaCO2) nur im arteriellen Blut. Zur Bestimmung des gesamten Säurenbasenhaushaltes ist noch die Messung der Wasserstoffionkonzentration (pH) notwendig.
Erst die Blutgase geben letztlich über die Effektivität der Atmung Auskunft, nämlich ob die Arterialisierung (PaO2) genügend ist, gleichzeitig CO2 genügend abgeraucht wurde, oder ob der Zustand der Hyperventilation (PaCO2) zu niedrig, oder die Hyperventilation (PaCO2) zu hoch ist.
Gerät: AVL 990
Indikation:
- Ausschluß bzw. Sicherung einer respiratorischen Partialinsuffizienz
- Ausschluß einer respiratorischen Globalinsuffizienz
Kontraindiaktionen: Keine
Durchführung der Messung: Arterialisiertes Blut stammt aus hyperämisiertem Gewebe. Als Entnahme ist das Ohrläppchen am geeignetsten.
Mit einem ein bis zwei Zentimeter großen Strang einer stark hyperämisierenden Salbe (Finalgon forte) wird das Ohrläppchen gut eingerieben, zehn Minuten gewartet bis das Ohr brennt. Der Proband darf nicht hingreifen und vor allem nichts in die Augen bringen.
Dann wird das Ohrläppchen mit einem Alkoholtupfer abgewischt und sofort mit einer sterilen Lanzette kräftig eingestochen. Die Glaskapillare muß in den ausgequollenen Tropfen gehalten werden und saugt sich sodann selbst voll. Am Ohr soll nicht gedrückt werden.
Diese Methode ergibt Werte, die dem arteriellen Blut gleichzusetzen sind. Ausnahme: der Patient befindet sich im Schock mit Zentralisation.
Personal: MTA, Arzthelferin
Supervision: Arzt, Facharzt
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Urin-Untersuchungen
Der Urinstatus umfaßt zwei Punkte:
- makroskopische Beurteilung, Dichtenmessung, Qualitative Bestimmung von Eiweiß, pH, Glucose, Keton, Urobilinogen (Bilirubin)
- mikroskopische Untersuchung des Sedimentes
Gerät: Clinitek 100 Harnanalysegerät, Version 3.01, Firma: Bayer Diagnostics.
Das Clinitek 100 Harnanalysegerät ist ein halbautomatisches Tischgerät, daß Bayer Diagnostics Harnteststreifen reflektometrisch auswertet. Mit dem Gerät wird eine Programmkarte geliefert, die das Gerät für die Auswertung der Teststreifen programmiert.
Das Clinitek 100 analysiert Farbe und Intensivität des von der Testzone reflektierenden Lichtes und druckt dann die Ergebnisse als klinisch relevante Einheiten aus und kann die Werte von 100 Patienten speichern.
Zur Auswertung werden Bayer Diagnostics Mehrfachteststreifen benutzt - Multistix 10 SG mit den Testzonen:
| Protein |
|
negativ (< als 20 mg/dl) |
| Glucose |
|
negativ (< als 40 mg/dl) |
| Ketonkörper |
|
negativ (< als 5 mg/dl) |
| Bilirubin |
|
negativ (< als 0,5 mg/dl) |
| Urobilirogen |
|
negativ (< als 1 mg/dl) |
| Blut (Hämoglobin) |
|
negativ |
| Nitrit |
|
negativ |
| pH-Normwert |
|
(5 - 7) (Alkalisch bei Vegetariern) |
| Leukozyten |
|
negativ (< als 6 Leuco/uL) |
| Spezifisches Gewicht |
|
1002 - 1040 |
Kontraindikation: Keine
Durchführung:
- 20 ml morgendlicher Mittelstrahlurin (nicht älter als 2 Stunden - ideal nicht älter als 30 Minuten)
- Teststreifen werden in das Uringefäß eingetaucht und ca. nach 1 min. auf den Teststreifenschlitten gelegt, dieser wird automatisch in das Gerät eingezogen und der Streifen wird gemessen
- Ergebnisse werden auf dem aufklappbaren Displayfeld erzeugt und durch den internen Thermodrucker ausgedruckt
Personal: MTA, Arzthelferin, Schwester ,
Auswertungen: Arzt
Glucose im Urin:
Indikationen: - Diagnostik und Therapiekontrolle des Diabetes mellitus - Diagnostik einer tubulär bedingten Glucosurie
Bewertung: Bei Hyperglycämie tritt ein Plasmaglucosewert von 150 bis 180 mg/dl Glucosurie auf (normale Nierenschwelle). Durch diabetische Glumerolussklerose kann die Nierenschwelle erhöht sein, so daß Glucosurie ausbleibt. Glucosurie ohne Hyperglycämie bei herabgesetzter Nierenschwelle in der Gravidität, bei toxischer und metabolischer Tubulusschädigung (renale Diabetes).
Protein im Urin (Albumin): Täglich werden ungefähr 5 mg Albumin glomulär filtriert und zu 99 % im proximalen Nierentubulus rückresorbiert und katabolisiert. Physiologisch können bis zu 30mg/24 h im Urin erscheinen. Funktionelle Veränderungen der globulären Basalmembran, z.B. in Folge von Diab. mell. oder Hypertonie, führen zu erhöhten Albuminurie. Bei Diab. mell. kann durch rglm. halbjährige Kontrolle die Albuminausscheidung (Mikroproteinurie) eine Diab. Nephropathie frühzeitig erfaßt werden.
Indikationen: Nephropathiediagnostik, Diabetes-Mikroalbuminurie
Blut im Urin:
Indikationen: - Verdacht auf Entzündungen im Urintrakt - Steinleiden - Blutgerinnungsstörungen
Ketonkörper im Urin:
Indikationen: Ketonkörper erscheint bei schlecht regulierbarem Diabetes mellitus und bei Diäten mit Körpergewichtsreduktion
Bilirubin und Urobilinogen im Urin: Erscheinen bei Lebererkrankungen mit Ikterus und bei Anämien
Leukozyten im Urin: Erscheinen bei Entzündungen der Harnwege und Steine des Urintraktes
Indikationen: Kontrolle der Konzentrationsfähigkeiten der Nieren (wenig durch Trinkmenge, erhöht durch Infusionen von Manit und Sorbit)
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Mikroskopische Harn-Untersuchung
Gerät: Binokulares Mikroskop Nikon, Labophot (drei Objektive)
Zur Gewinnung eines Harnsediments werden etwa 12 ml frisch gelassenen Morgenurins nach zwölfstündiger Flüssigkeitskarenz und gleichzeitig Mittelstrahlurin spätestens nach vier Stunden zentrifugiert.
Das Harnsediment wird zunächst am Boden des Röhrchens makroskopisch beurteilt. Ein rotbrauner, fester Sedimentteil in der untersten Schicht spricht für Vorhandensein von Erytrozyten. Ein rosafarbenes Sediment ist dagegen durch amorphe Urate (Ziegelmehlsediment) verursacht.
Bei der mikroskopischen Berurteilung des Harnsediments kommt folgenden Bestandteilen diagnostische Bedeutung zu:
- Erytrozyten
- Leukozyten
- Epithelien
- Harnzylinder
- Harnkristalle
- Bakterien
- Pilze
- Trichomonaden
Kontraindiaktionen: Keine
Personal: MTA, Schwester, Arzthelferin
Auswertung: Arzt
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Stuhlblut-Test
Mit dem Haemocult-Test können geringe, nicht sichtbare Butungen von 2 bis 5 ml/Tag chemisch nachgewiesen werden. Das Testbriefchen besteht aus einem mit Gujakharz imprägnierten Filterpapier, auf das die Stuhlprobe dünn ausgestrichen wird.
Beim Entwickeln im Labor kommt es in Anwesenheit von Blut durch die Peroxidaseaktivität des Hämoglobins zu einer Blaufärbung.
Indikationen:
- Erkrankungen des Analkanals und der unteren Rektumabschnitte (Hämorrhoiden, Fissuren, Rhagaden, Analthrombose, tiefsitzendes Karzinom, Polypen, Divertikel)
- Chronische entzündliche Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa)
Durchführung des Tests:
- 3 Tage hämoglobin- und peroxidasefreie Kost (Peroxidase sind Enzyme,die oxydierend wirken).Verboten sind rohes Fleisch, Blutwurst, grüne Salate, Tomaten, Bananen.
- Der Patient darf kein Zahnfleischbluten oder Nasenbluten haben.
- Er soll während dieser 3 Vorbereitungstage mindestens einmal täglich Stuhlgang haben.
- Ab dem 4. Tag an 3 aufeinanderfolgenden Tagen Stuhlprobe zur Untersuchung ins Labor geben.
Fehlerquellen:
- Durchfall (Stuhl zu verdünnt)
- Medikamente (wie Acetylsalicylsäure, Glucocorticoide, Antirheumatika), die Mikroblutungen verursachen können.
- Peroxidasen pflanzlicher oder tierischer Herkunft
Auswertung: Arzt
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Prick-Testung
Prüfung der spezifischen Sensibilisierung eines Organismus durch Applikation von Antigenen in die Haut (Intrakutantest).
Eine Woche vor dem Test darf der Patient keine Antihistaminika erhalten. Kortikoide stören nicht. Zunächst werden positive (Histamin-Lösung) und negative (NACL-Lösung) zur Kontrolle aufgetragen. Danach wird ein Tropfen Allergenlösung (Kommerziell erhältlich) auf die Palmarseite des Unterarmes gebracht. Dann wird durch den Tropfen mittels einer Nadel (Pricknadel) eine kleinste oberflächige Verletzung der Haut beigebracht (an die Grenze des Stratum papilare).
Nach 10 bis 20 Minuten kommt es im positiven Fall zu einer Quaddel (Vergleich mit Histaminreaktion).
Personal: Schwester, Arzthelferin
Auswertung nach 20 Minuten, 6 Stunden: Arzt
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Klinisch-Psychologische Interventionen 1: Einleitung
Im Rahmen von psychologischen Gesprächen während der Rehamaßnahme werden psychologische Mittel eingesetzt, die ihren Ansatzpunkt im Erleben und Verhalten des Klienten haben. Sie vollziehen sich in der sozialen Interaktion zwischen Helfer und Hilfesuchendem.
Die psychologischen Interventionen beziehen sich im wesentlichen auf Beratung, Entfaltungs- und Gesundheitsförderung und Prävention.
Es sind zum einen zielorientierte Prozesse im Nah- und Fernbereich, die zu erreichen sind mit therapeutischen Techniken wie:
- Empathie zeigen
- Focussieren
- Verhaltensbeobachtung und –analyse
- Beobachtung hypothesengeleiteter Wahrnehmung und somit Entlarvung kognitiver Strukturen und ggf. Umstrukturierung
- Wiederspiegelung, Aufspüren individueller Stressoren
- Entspannungsübungen
- Aufzeigen von Zusammenhängen, Kognition und psychologischer Reaktionen (Psyche-Physis)
um nur einige zu nennen.
Angestrebt wird zum einen der Aufbau von:
- Ich-Stärke
- Handlungsfähigkeit
- Individuation
- wieder "funktionierende" Persönlichkeit
- Selbstkontrolle
- Integration von Gefühlswelt in die Verstehenswelt
- Fähigkeit zur positiven Selbstkommunikation
- Kompetenzen in sozialen Situationen und / oder Partnerschaft
- Ärgerkontrolle
und zum anderen der Abbau von
- Diskrepanz im Selbst- und Idealkonzept
- Stress
- Widerstand
- Suchtverhalten
- Ängsten
- Neigungen zum Vermeideverhalten.
Klinisch-Psychologische Interventionen 2: Spezifische Störungsbilder
- Dysthyme Störung (DSM III-R 300.40) (z.B. relativ bzgl. Verlust eines Angehörigen, beruflichen Stress, Pflege eines nahen Angehörigen, Krebserkrankung, chronischer Erkrankungen)
- Major Depression (DSM III-R 296.2x)
- Lebenskrisen
- Angststörungen (DSM III-R 300.00, 300.01, 300.02, 300.21, 300.22, 300.23, 300.29, 300.30)
- Somatisierungsstörung (DSM III-R 300.81)
- Somatoforme Schmerzstörung (DSM III-R 307.80)
- Psychosomatische Erkrankungen i.e.S. (Asthma bronchiale, Bluthochdruck)
Klinisch-Psychologische Interventionen 3: Gesundheitsbildung und Entspannungsverfahren
In Gruppengesprächen und Vorträgen werden Hilfen zur Leidensbewältigung gewährt, Auskunft über die Krankheit sowie ihre Folgen erteilt, gesundheitliche Gefährdungen im Alltag aufgezeigt und Wege zu deren Vermeidung geübt.
Ziel ist, das Bewusstsein für einen eigenverantwortlichen und gesundheitsgerechten Lebensstil zu vermitteln.
Einen besonderen Stellenwert nehmen hierbei die Entspannungsverfahren im Spektrum der unspezifischen psychotherapeutischen Methoden ein:
- Die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson bewirkt durch gezieltes Anspannen und Lösen von Muskelgruppen eine verbesserte Körperwahrnehmung sowie physische und seelische Entspannung.
- Das Autogene Training nach Schultz entspricht einer passiven Konzentration. Die normalerweise willentlich nicht steuerbaren Abläufe im Körper wie Atem und Herzfrequenz werden entspannt und kontrolliert.
Der Patient lernt vegetative Beschwerden und Muskelverspannungen abzubauen. Im Zusammenhang mit der Schmerztherapie werden so sympathische und motorische Schmerzreaktionen gedämpft.
Durch Anleitung zur Selbsthilfe kann so der Kreis "Schmerz-Muskelverspannung-Angst-Schmerz" unterbrochen werden.
Überdies wird im Sinne einer Ordnungstherapie eine positive Grundstimmung erzielt durch die Anregung zur Pflege von Hobbys und kreativer Freizeitgestaltung wie Sport, Seidenmalen, Handwerken und Basteln usw. Zurück zur Übersicht
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