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Behandlungsgrundsätze bei AHB-Patienten -
Anschlussheilbehandlung

Wesentlich für eine angemessene und erfolgreiche Rehabilitation, gerade bei dieser Patientengruppe,  ist die bereits vor Aufnahme zur stationären Rehabilitation erfolgte notwendige morphologische Diagnostik. Sie sollte uns umfassend zur Verfügung stehen.

Die Behandlung baut wesentlich auf der Definition vorhandener, kardialer (und peripherer) Leistungsbreite/Belastbarkeit auf. Die Rehabilitationsziele werden zu Beginn formuliert.


Die Bewegungstherapie zielt darauf, durch die vorweggegangene Immobilisierung den entstandenen Funktionsverlust auszugleichen und zur psychosozialen Stabilisierung beizutragen.

Sie ist die kontinuierliche Fortsetzung der Frühmobilisierung und setzt in der Regel mit Einzelkrankengymnastik (leichte Übungen im Stehen, Gehen in der Ebene, Treppensteigen, Atem-/Thoraxgymnastik) ein und wird bei Stabilität in eine Gruppengymnastik, in unterschiedlich belastbaren, möglichst homogenen kleinen Gruppen überführt.

Die Bewegungstherapie wird durch monitorüberwachtes Ergometertraining ergänzt, ebenso durch Gehen und Wandern mit Gymnastik im Freien (Terraintraining), und gelegentlich, nach Schwimmtelemetrie und Erfüllung standardisierter Voraussetzungen, durch Schwimmen.

Bewegungstherapie zielt überdies auf die günstige Beeinflussung kardialer Risikofaktoren und ist Anstoß für eine vernünftige Lebensführung.

Im Rahmen speziell ausgewählter passiver physiotherapeutischer Maßnahmen muß die Multimorbidität, häufig älterer Patienten, mit Begleiterkrankung des Bewegungsapparates, berücksichtigt werden.

Selbstverständlich ist Kooperation verschiedener Therapeutengruppen einschließlich gemeinsamer Weiterbildung gewährleistet. Das führt zu sicherem Arbeiten mit den multimorbiden Patienten, ohne daß es zu Fehlbelastungen und zusätzlichen Funktionsstörungen kommt.

Durch ergänzende Gruppengespräche, sei es psychologischer, ärztlicher oder diätetischer Seite, werden selbstverständlich Hilfestellungen bei der Krankheitsbewältigung gegeben, verhaltenstherapeutische Ansätze aufgezeigt und Entspannungsverfahren geübt, um dadurch den Patienten mit Hoffnung und Zuversicht in seinen Alltag entlassen zu können.

Am Schluß schätzen wir gemeinsam mit den Patienten die erreichten oder noch nicht vollständig erreichten Therapieziele ein.


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